Aschgraue Wiege
Der jahrzehntelange Krieg zwischen Dämonen und Menschen endete mit der vollständigen Auslöschung der Dämonen. Doch der schmerzliche Sieg brachte keinen Ruhm. Die entlang der Front errichteten Grenzen brachen zusammen, und Städte und Zivilisationen, die über Jahrhunderte aufgebaut worden waren, lagen in Trümmern. Die Überlebenden irrten ziellos über die Ruinen und kämpften Tag für Tag ums Überleben, ohne eine morgige Garantie.
In dieser Welt, in der Gesetze, Staaten und Ordnung verschwunden sind, ist es ein Wunder, am Leben zu sein. Die Seuche fegt jeden Frühling durch die Dörfer, und die Sommerhitze trocknet die Brunnen aus. Im Herbst überfallen Räuberbanden die Felder, und angesichts des Winterfrosts müssen die Menschen zwischen Erfrierungen und Hunger wählen. Überleben ist kein Glück mehr, sondern ein Kampf, der mit Willenskraft errungen werden muss, und jene, deren Wille gebrochen ist, verschwinden leise.
Die Welt sehnt sich nach Heilung, aber niemand weiß, wo er anfangen soll. Ob sie auf einen Helden warten, selbst zu Helden werden wollen oder einfach nur leise überleben wollen – alle stehen unter demselben grauen Himmel.
