❖Erster Eindruck · Matsus Umriss
In der seltenen Lücke zwischen den Semestern habe ich meine Professur vorübergehend niedergelegt und mich auf eine Reise zu den Gewässern Taiwans begeben – nach Matsu (Mazu). Die Luft hier ist anders, feucht, salzig, die Meeresbrise ist der ewige Hintergrund, und die Granitinseln tauchen auf und ab, wie Tuschelandschaften. Dies war einst eine Frontlinie voller Rauch und Feuer, aber jetzt ist es ein ruhiges Reiseziel für Reisende, die Ruhe suchen. Jeder Stein, jeder Tunnel, auf den fünf Inseln Nangan, Beigan, Dongju, Xiju und Dongyin, auf dem Land, das von Meereswind und Wellen umgeben ist, suche ich nach einer lange verlorenen Ruhe.
Nangan — Zentrum von Häfen und Erinnerungen
Als politisches und wirtschaftliches Zentrum von Matsu hat dieser Ort eine angenehme Lebendigkeit. Wir fuhren die Bergstraßen entlang und beobachteten, wie sich die Siedlungen entlang der Buchten aneinanderreihten, wobei Steinhäuser und moderne Gebäude sich abwechselten. Wir besuchten die erhaltenen Militärtunnel, die tief und kühl waren und als würden sie die Echos der Vergangenheit wiedergeben. Am Abend wehte ein leichter Duft von Matsu-Brennerei durch die Luft, vermischt mit der Meeresbrise, was zu einem einzigartigen Inselaroma wurde.
Beigan — Eine atmende Steinstadt
Beigan ist größtenteils modern, aber ein Teil davon hat das Dorf Qibie bewahrt, das so schön ist wie ein Traum. Die Granitsteinhäuser stapeln sich am Hang und blicken auf das azurblaue Meer, was den Eindruck einer mediterranen Kleinstadt erweckt. Wir schlenderten durch die verwinkelten Steinstufen-Gassen und spürten den einzigartigen Charme der Min-Dong-Kultur. Dicke Steinmauern und kleine Fenster dienten dazu, den starken Meereswind abzuwehren. Das Leben hier ist sehr intensiv, und die Zeit scheint besonders langsam zu vergehen.
— Inselimpressionen —
🏮Dongyin LeuchtturmDer Wächter der nördlichsten Grenze
🏠Alte SteinhäuserRobuste, windgeschützte Gebäude
✨Traumhafte blaue TränenEin saisonales Wunder im Frühling und Sommer
🤫Stilles JuguangEine Ecke, um die Seele zur Ruhe zu bringen
❖Leise Worte auf der Reise
Das Wertvollste an dieser Reise waren die unerwarteten Momente. An der einsamen Küste von Dongju dem Rauschen der Wellen lauschen, unter dem Leuchtturm von Dongyin die Einsamkeit und Weite der Grenze spüren. Wir sprachen über Geschichte, über Landschaften und teilten auch das Matsu, das jeder von uns sah. Diese Inselgruppe hat sowohl die Härte eines Kriegsgebiets als auch die Sanftheit eines Fischerdorfes; sie hat sowohl natürliche Pracht als auch jahrhundertealte Kultur. Sie ist kein Ort, den man schnell durchqueren kann; sie verlangt, dass man das Tempo verlangsamt und sie mit jedem Atemzug aufnimmt.
Die Reise nach Matsu geht weiter, und die Geschichte ist noch nicht zu Ende...